Massenpanik: 19 Tote bei der Loveparade (21 Tote stand 29.07.10)

Duisburg (red/lnw/jr/ei). Katastrophe bei der Loveparade: Bei der Musikveranstaltung sind am späten Samstagnachmittag in Duisburg nach neuesten Polizeiangaben von Sonntag 19 Menschen ums Leben gekommen. Grund für die Tragödie war eine Massenpanik in einem Zugangstunnel zum Festgelände. Die Zahl der Verletzten wird von der Polizei mit 342 angegeben. Für Sonntagmittag hat die Stadt Duisburg eine Pressekonferenz angekündigt.
14 Einsatzhundertschaften der Polizei, 1.200 zusätzliche Bundespolizisten und neun Rettungshubschrauber waren für die Technoparade neben privaten Sicherheitsdiensten im Einsatz, ein Notlager wurde auf der eigens gesperrten Autobahn 59 eingerichtet. Dort wurden Verletzte behandelt. Für eine mögliche Unterstützung wurden auch Rettungskräfte aus dem ganzen Land in Bereitschaft versetzt - auch aus den Kreisen Ostwestfalen-Lippes.

OWL-Rettungsdienste eilen nach Duisburg

Für eine mögliche Unterstützung der Duisburger Hilfskräfte waren am Samstagabend aus allen Kreisen Ostwestfalen-Lippes Rettungsdienst-Verbände alarmiert worden. Aus Bielefeld, Gütersloh und Lippe war jeweils ein Patiententransporter entsendet worden. Ferner das Modul "Behandlungsplatz" für den so genannten "Massenanfall von Verletzten" des Kreises Gütersloh. Fünf Notärzte und rund 200 Helfer trafen sich auf einen Firmenparkplatz an der Autobahn 2, wo sie bis gegen 1.30 auf einen Einsatzbefehl warteten. Anschließend wurde die Bereitschaft durch die Bezirksregierung aufgelöst und die Fahrzeuge konnten wieder einrücken. Auch bei Herford hatten sich Retter aus dem Norden der Region gesammelt. Doch auch sie wurden nicht nach Duisburg beordert.



Quellen: Text "Neue Westfälische" Bilder: dpa und WDR
Bericht "Westfalen Blatt" vom 26.07.2010